Do

14

Okt

2010

Mutrezept 3: Wer Visionen hat muss doch nicht zum Arzt

Diesen Titel muss ich wohl erst einmal erklären: Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt wird zitiert mit dem Ausspruch: "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen." Das sehe ich anders. Denn wer Visionen und Ziele hat entscheidet und verhält sich meist auch zielgerichtet.

 

Wenn die Richtung klar ist, ist Angst oft kein Thema mehr. Dinge, vor denen Sie Angst haben verkleinern sich dann zu einem Hindernis, das überwunden oder umgangen werden muss, um das Ziel zu erreichen und die Vision zu verwirklichen. Und genau das ist das wirksamste Mut-Rezept überhaupt.

 

 

 

"Wer ein Warum in seinem Leben kennt, kann fast jedes Wie ertragen."

(Victor Frankl)

 

Zurück zu dem Beispiel mit der Kalt-Akquise: Ich habe eine Vision: Ich möchte irgendwann 80 % meiner Aufträge in der Schweiz generieren, um nicht mehr soviel in Seminar-Hotels zu übernachten und mehr Zeit zuhause zu verbringen. Um das zu erreichen, muss ich den Schweizer Markt aktiv auf mich aufmerksam machen. Ein Zugang dazu ist die direkte Ansprache meiner Wunsch-Kunden.

 

Wenn meine Vision stark genug ist, wird die Telefon-Akquise zu einem möglichen Schritt auf meinem Weg. Ich mache sie dann zwar immer noch nicht gerne, aber ich weiss genau, wozu - und das ist die stärkste Motivation, die es gibt.

 

Haben Sie eine Vision, die Sie voran treibt?

 

Und ist Ihre Vision stark und attraktiv genug, um ihre Entscheidungen und Handlungen tagtäglich zu beeinflussen?

 

Wenn Ihre Vision noch nicht stark genug ist, hilft es, wenn Sie sich ihr Zielbild in allen Facetten visualisieren. Stellen Sie sich vor, wie es ist, wenn Sie ihr Ziel erreicht haben und ihre Vision wahr wird. Erschaffen Sie in Ihrem Kopf farbige, bewegte Bilder. Wenn Sie das alleine nicht gut hinbekommen, kann Ihnen ein Coach helfen (zum Beispiel ich :-) ).

 

Und noch etwas:

 

Ihre Angst hat im Normalfall eine sinnvolle Funktion. Sie kann ein wertvoller Ratgeber sein. Sie sagt Ihnen nämlich, worauf Sie auf ihrem Weg achten müssen und  was Sie noch übersehen haben.

 

Meine Angst weist mich oft darauf hin, dass ich mich (z.B. auf ein Telefonat) nicht sorgfältig genug vorbereitet habe. Die innere Stimme, die mir sagt: "Und was ist, wenn der Kunde xy fragt." nehme ich deshalb sehr ernst, indem ich mir eine Antwort für die Frage überlege.

 

Wichtig ist aber, dass ich dann trotzdem aktiv werde (da hilft wieder die "Lagerfeld-Methode" aus dem vor-vorigen Beitrag).

 

 

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Kommentare: 2

  • #1

    Werner (Donnerstag, 17 November 2011 19:43)

    Klingt alles sehr pausibel, dennoch manchmal leichter gesagt als getan. Bei der Umsetzung stehen einem immer so einige Dinge im Weg, so dass das alles gar nicht so einfach ist.

  • #2

    Franziska Brandt-Biesler (Freitag, 18 November 2011 09:23)

    Stimmt definitiv, einfach ist es nicht. Übrigens habe ich gerade den Beitrag nochmal gelesen und dass ich mir dort vorgenommen habe mehr in der Schweiz zu akquirieren.

    Ich muss was gestehen. Da bin ich gerade gar nicht dran :-(. Akquise mache ich. Das macht auch gerade wirklich Spass, weil es echt gut funktioniert. Aber Akquise in der Schweiz? Fehlanzeige.

    Aber grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht: Wenn ich gerade so richtig begeistert für ein Ziel bin, dann kann ich auch eine Mögichkeit finden Hindernisse zu meistern. Wer sagt denn, dass auf einem Weg keine Steine liegen dürfen? Mein Problem ist eher, dass mir immer wieder neue Wege und Ziele gefallen ;-).

    Vielleicht ist noch das wichtig: Kleine Schritte und Teilerfolge muss man gross feiern. Das vergesse ich manchmal, Sie auch? Jeder Schritt zum Ziel und vor allem jedes überwundene Hindernis ist definitiv mindestens ein Schulterklopfen, besser noch eine kleine Belohnung wert.

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