Do

22

Jul

2010

Das muss der doch merken - Mut zur Seelenhygiene

"Das muss der doch merken..."

... dass er mir auf dem Fuss steht.

... dass sein MP3 Player den ganzen Waggon beschallt

... dass man an seinem Auto nicht mehr vorbei kommt.

 

Nein, wahrscheinlich merkt er es nicht, sonst würde er es nicht tun. Oder wenn er es doch merkt, beurteilt er die Situation anders und findet selbst "Ist doch nicht schlimm."

 

Wenn ich also will, dass sich die Situation ändert, muss ich sagen, dass ich das, was der andere tut nicht gut finde. Und zwar sofort und bevor, ich mich innerlich so aufgeregt habe, dass ich es nur noch unhöflich rausbringe.

 

Ich nenne das "Seelenhygiene". Sorg für dich, denn kein anderer kann es für dich tun.

 

Zugegeben, es erfordert manchmal Mut wildfremde Menschen anzusprechen: "Können Sie bitte ihr Auto etwas zur Seite fahren, damit ich durchfahren kann?", "Kannst du bitte deinen MP3-Player leiser stellen, mich stört das."

 

Aber es ist besser mich zu trauen, als so lange zu warten, bis ich es gar nicht mehr aushalten kann und dann unsachlich werde. Oder - noch schlimmer - gar nichts zu sagen und mich die ganze Zeit zu ärgern.

 

Wenn Sie auch zu der "Das muss der doch merken"-Fraktion gehören, probieren Sie doch mal aus, was passiert, wenn Sie etwas sagen. Sie werden erstaunt sein: In 95% der Fälle ändern die Leute ihr störendes Verhalten, ohne zu murren oder entschuldigen sich sogar.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading