Mo
19
Jul
2010
Mut zum Aufgeben?!
Aufgeben oder Aufhören? Ich habe lange überlegt, wie ich das nennen soll. Egal, beides stimmt.
Zur Vorgeschichte: Gestern war ich mit meinem Mann Mountainbiken. Wir sind auf den Menzberg gefahren. Der ist gefühlte 8000 Meter hoch. In Wahrheit sind es nicht mal 1000 m. Der Weg, den wir nahmen, war jedenfalls steinig und steil und lang und noch länger. Ich kämpfte und kämpfte, musste dann aber doch absteigen. Was für eine Schmach.
Während ich dann schob wurde mir klar: Zum aufhören/aufgeben gehört auch Mut:
Ich muss mir erlauben zu verstehen, dass ich noch nicht so weit bin, diesen Berg komplett und in einem Stück rauf zu fahren. Die Betonung liegt auf "noch nicht". Kein Zweifel, dass ich es irgendwann schaffen kann. Ich brauche nur den Mut es immer wieder zu versuchen.
Auf dem Foto geht es natürlich nicht bergauf, sondern ziemlich steil bergab. Früher hätte ich so einen steilen, steinigen Trampelpfad mal runterfahren können. Aber dann bin ich ca. 15 Jahre nicht mehr Mountainbike gefahren. Diesmal habe ich es mich nicht getraut. Da hätte ich nun Mut gebraucht, um es dennoch zu versuchen oder Mut, um abzusteigen und mit zu gestatten es eben nicht zu versuchen.
Die Hauptsache ist: Ich habe gestern auf der Tour einige Entscheidungen getroffen und darüber innerlich lange mit mir diskutiert und gehadert. Ich wünsch mir in Zukunft mehr Mut zu solchen Entscheidungen zu stehen und mir zu sagen: "Es ist ok, dass ich jetzt abgestiegen bin. Ich werde beim nächsten Mal versuchen ein bisschen weiter zu fahren bevor ich absteige."

